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Der EHC Arosa bezieht Stellung zu zwei wichtigen Punkten

(Bildquelle: eishockeyticker)

Nach der Aufstockung der NLB und der Schaffung der Swiss Regio League sind beim EHC Arosa zahlreiche Anfragen zu den zwei Themen eingegangen.

De Club nimmt dazu wie folgt Stellung:

National League B:


Mit den beiden neuen Clubs "EVZ Academy" und "HCB Ticino Rockets" ist die National League B auf zwölf Clubs aufgestockt worden. Der EHC Arosa freut sich für die Personen, die an den NLB-Projekten gearbeitet haben und nun für ihren Aufwand belohnt wurden.

Da die Muttergesellschaft HCAP AG, welche als Mehrheitsaktionärin für die HCB Ticino Rockets für die nächsten drei Jahre wirtschaftlich garantieren muss, seit Jahren selber grosse Anstrengungen unternehmen muss, um die Lizenz für den HC Ambri Piotta zu erhalten, ist es aus aussenstehender Sicht überraschend, dass die HCB Ticino Rockets als Farmteam angenommen wurden.

Ob mit der Aufnahme der EVZ Academy und der HCB Ticino Rockets die endgültige Ligagrösse erreicht ist, ist nicht klar. Die Anzahl Clubs in der National League B ist nirgends definiert. An der Nationalliga-Versammlung vom 15. Februar 2015 hielten es sich die NL-Clubs offen, die NLB auf 14 Teams zu vergrössern. Liga-Direktor Ueli Schwarz streicht in seiner Stellungnahme zur Ligaaufstockung die Chance heraus, dass nun mehr Spieler in der National League B die Möglichkeit haben, sich für einen Profivertrag aufzudrängen und nun zwei Clubs diesem Wunsch der Liga gefolgt seien. Der EHC Arosa ist erstaunt über diese neue Ansicht, hat der EHC Arosa stets genau diesen Aspekt in seinen Bestrebungen um Aufnahme in die NLB als wichtigsten Punkt ins Feld geführt.

Für den EHC Arosa stellt sich die Frage, welche Rolle der aktuelle HCC Biasca in der laufenden Meisterschaftsentscheidung einnimmt. Da die Tessiner bereits einen Platz in der NLB auf sicher haben, ist eine Teilnahme der Biaschesi an den Playoffs und an einer allfälligen Finalpoule speziell.

Es wird interessant zu verfolgen sein, wie sich die National League B mit der Teilnahme der neuen Zweitmannschaften "EVZ Academy" und "HCB Ticino Rockets" und den bestehenden GCK Lions bezüglich Attraktivität für die traditionellen Clubs in Sachen Zuschauerinteresse und Wirtschaftlichkeit auswirkt.

Es ist zu hoffen, dass alle bestehenden NLB-Club die Lizenz für die kommende Saison erhalten. Was passiert allerdings, wenn gewisse Clubs keine Spielberechtigung erhalten oder sich freiwillig zurückziehen würden? Gibt es für aufstiegswillige Clubs aus der 1. Liga die Möglichkeit, nachzurutschen?

Für den EHC Arosa bleibt aus verschiedenen Überlegungen das Ziel, kurz- oder mittelfristig in die Nationalliga zurückzukehren. Für diese Saison scheint dieses Ziel nur auf dem sportlichen Weg möglich.

Der EHC Arosa freut sich über die heutige Stellungnahme der NLB-Clubs SC Rapperswil-Jona Lakers , EHC Olten, EHC Visp und Hockey Thurgau, in der sie sich eine Rückkehr des EHC Arosa in die NLB wünschen. Swiss Regio League:

Die Regio League-Clubs haben kürzlich die Einführung der Swiss Regio League auf die Saison 2017/2018 bestimmt. Der EHC Arosa hat sich als einziger 1. Liga-Club Ost von Beginn weg gegen die Einführung der SRL ausgesprochen. Arosa sieht mit der Schaffung einer dritten Nationalliga keinerlei Verbesserung für das Schweizer Eishockey.

Bereits jetzt klagen alle Clubs über die fehlenden finanziellen Mittel und den horrenden Aufwand der Spieler für die Teilnahme an der bestehenden 1. Liga. Fakt ist, dass die Kosten für die Clubs auf Grund der zusätzliche Lohnleistungen, Arbeitsausfallentschädigungen sowie Reisekosten explodieren werden. Der Aufwand für Spieler und Trainer wird nochmals stark zunehmen. Zusätzliche Einnahmen durch die Teilnahme an der Swiss Regio League sind illusorisch. Der Glaube der Liga-Verantwortlichen, die dritthöchste Schweizer Liga gesamtheitlich und mit viel Geld für die teilnehmenden Clubs vermarkten zu können, ist fernab der Realität. Mit der Einführung der Swiss Regio League steigen alle anderen Clubs, die nicht in der SRL teilnehmen, um eine Liga ab. Dies ist für die de facto neu in der 2., 3. 4. und 5. Liga spielenden Clubs nicht gewinnbringend zu vermarkten. Die Swiss Regio League wurde zur Geburt freigegeben, ohne ein klares Bild der neuen Liga und Antworten auf damit zahlreich verbundenen, noch ungeklärten Fragen zu haben.

Auch wenn der EHC Arosa die Schaffung der Swiss Regio League als falsche Entwicklung für das Schweizer Eishockey sieht, wird er sich um die Teilnahme an der SRL bewerben. Da der EHC Arosa das Ziel hat, zu gegebener Zeit in die Nationalliga zurückzukehren, bleibt dem Club nichts anderes übrig, als den Gang durch die Swiss Regio League zu nehmen. Dies ändert allerdings nichts an der Beurteilung der neuen nationalen Amateurliga, die aus Sicht des EHC Arosa überflüssig ist und nur Nachteile mit sich bringt.