Bronze-Heldinnen: "Wir haben sehr viel zu bestätigen"

04.11.2014 06:08 |

Härtetest für die A-Nati der Frauen. - facebook.com/Florence-Schelling

Sieben Monate nach dem Gewinn der Olympia-Bronzemedaille steht die Schweizer Frauen-Nati am Vierländer-Turnier vom 7. bis 9. November 2014 in Monthey vor einem ersten Härtetest. Unter neuer Führung und mit neuen Spielerinnen.

Auf ihrer Tour der Bewährung steht die Frauen-Nati vor ihrem ersten Härtetest, dem Vierländer-Turnier um die "International Chablais Hockey Trophy" in Monthey. Das Traditionsturnier im Unterwallis empfängt in diesem Jahr die vier Auswahlteams der Schweiz, Deutschlands, Frankreichs und der Slowakei. Den erfolgreichen Medaillengewinnerinnen von Sotschi bietet sich die Gelegenheit, vor Heimpublikum Werbung in eigener Sache zu machen. Der Druck wird allerdings nicht klein sein, denn gegen die hinter der Schweiz klassierten Nationen werden klare Siege erwartet. Allerdings fehlen im Schweizer Aufgebot aus verschiedenen Gründen (Ausland, Beruf, Verletzung, Rücktritt) acht Olympiafahrerinnen.

Neo-Nati-Trainer Gian-Marco Crameri formuliert seine Ziele zurückhaltend und spricht vor seinen ersten drei Länderspielen keineswegs vom Turniersieg: "Wichtig ist mir in erster Linie, dass wir lernen, den Gegner zu dominieren. Die Favoritenrolle schieben uns andere zu, wir wollen uns Schritt für Schritt entwickeln." Natürlich weiss er, dass Siege erwartet werden. "Das ist auch gut so, wir werden mit dem Druck umgehen müssen."

Florence Schelling geht voran

Für Nationaltorhüterin Florence Schelling, die am Olympia-Turnier gleich drei hohe Auszeichnungen erhielt (MVP des Turniers, beste Torhüterin, All-Star-Torhüterin, ist klar: "Wir haben extrem viel zu bestätigen, aber es muss unser oberstes Ziel sein, im April 2015 an der WM eine weitere Medaille zu holen."

Nati-Captain Julia Marty, erst von einer sechswöchigen Verletzungspause zurückgekehrt und in Monthey aus Studiengründen nur bedingt dabei, doppelt nach: "Wir wollen dort weiterfahren, wo wir aufgehört haben, auf höchstem Niveau." Das heisst nichts anderes als den dritten Platz im Nationen-Ranking zu verteidigen – und dafür werden weitere Höchstleistungen, spätestens an der WM Ende März 2015 in Malmö – nötig sein.

In Monthey stehen die drei ersten Länderspiele der Saison an, drei Spiele in drei Tagen. Am Freitag (19.30 Uhr) gegen Frankreich, am Samstag (19.30 Uhr) gegen Deutschland und am Sonntag (16.30 Uhr) gegen die Slowakei.

U18: Letzte Tests vor der WM

Das U18-Team bestreitet auf seinem Weg an die Top Division-WM vom 4. – 12. Januar 2015 in Buffalo gleichzeitig seine letzten drei Vorbereitungs-Länderspiele. Die Schweizerinnen treffen in Brezno auf die Slowakei, ein "unbequemer und spielstarker Gegner, der in den Vergleichen mit der Schweiz in den letzten Jahren immer besonders motiviert war", wie U18-Headcoach Andrea Kröni weiss.

Die letzten WM-Begegnungen hat die Schweiz zwar gewonnen - 2014 in Füssen mit 1:0, 2013 in Romanshorn mit 2:1, 2010 in Piestany mit 3:0, doch die letztjährige Vorbereitungs-Dreier-Serie in der Schweiz ging "unentschieden" aus, beide Teams holten je einen Sieg und teilten sich einmal die Punkte. Deshalb erwartet Kröni "enge Spiele auf hohem Niveau."

Der U18-Coaching-Staff hat für die drei Spiele noch einmal das erweiterte Kader aufgeboten und reist mit zwei Torhüterinnen und 22 Feldspielerinnen in die Slowkei. Alina Müller, Shannon Sigrist und Kaleigh Quennec sind mit dem A-Team am Vierländer-Turnier in Monthey. "Alle Spielerinnen erhalten eine weitere Chance, sich zu zeigen und sich für das WM-Kader aufzudrängen," sagt Kröni. 

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