Google-Panne mit Moslems und Terrorismus

(Bildquelle: infoticker)

Auto-Korrektur-Feature konterkariert eingegebene Suchfolge der Nutzer.

Suchmaschinenriese Google muss sich Kritik in Sachen Auto-Korrektur gefallen lassen. Denn wer bis vor kurzem auf Englisch nach "muslims report terrorism" (Moslems melden Terrorismus) suchte, bekam den Vorschlag "muslims support terrorism" (Moslems unterstützen Terrorismus) geliefert. Wie ein "pressetext"-Check ergeben hat, wurde das Problem im Vorschlag-Algorithmus bereits behoben.


Quelle: google.com

Automatisierter Algorithmus


Viele User hatten ihren Unmut auf Twitter und anderen sozialen Seiten geäussert. Trotz des peinlichen Vorschlags, der eigentlich das Gegenteil dessen aussagt, was gesucht wurde, ist Google nur bedingt ein Vorwurf zu machen. Denn es scheint sich um einen automatisch generierten Verbesserungsvorschlag zu handeln - als Ergebnis einer überwältigenden Anzahl an Texten im Netz, die die Terrorismus und dessen Unterstützung durch Moslems beinhalten.

Googles Auto-Korrektur-Feature ist so gestrickt, dass es Wörter analysiert, die dazu tendieren, eher beieinander zu stehen. Im konkreten Fall kam das Verb "support" anstatt von "report" im Zusammenhang mit "Muslims" und "Terrorism" häufiger im Netz vor. In der Folge vermutete der Algorithmus einen Fehler bei der Eingabe durch den User. Entdeckt hat das Phänomen die politische Bloggerin Hind Makki. "Ich weiss, dass es nicht Googles Fehler ist, aber es zeigt einfach, wie viele Menschen online nach 'Moslems unterstützen Terrorismus' suchen, obwohl eigentlich das Gegenteil der Fall ist", lässt sich Makki von "Quartz" zitieren.