Je mehr verheiratete Paare, desto grösser die Wirtschaftsleistung

23.10.2015 08:14 | Von: Pressetext

Je höher die Zahl verheirateter Paare in einer Region der Vereinigten Staaten, desto grösser die Wirtschaftsleistung. Zu diesem Schluss kommt eine gemeinsame Studie des American Enterprise Institute und dem Institute for Family Studies.


Verheiratete bringen Schub in die Wirtschaft. - Takmeomeo (CC0 Public Domain)

Die Forscher haben herausgefunden, dass US-Bundesstaaten mit einer höheren Konzentration von verheirateten Paaren gleichzeitig auch ein dynamischeres Wirtschaftswachstum und weniger Kinderarmut vorweisen.

In der Studie wurden auch andere Parameter berücksichtigt, wie ethnische Zusammensetzung oder Bildungsabschlüsse. Keine untersuchte Drittvariable hat sich jedoch als besserer Indikator für die wirtschaftliche Gesundheit eines Bundesstaates erwiesen als der Anteil an verheirateten Paaren - vor allem dann, wenn sie Kinder haben. Die Studienautoren sehen zwar eine starke Korrelation zwischen "Heiratsrate" und Wirtschaftslage, aber die Frage nach der Kausalität - also welche Variable nun welche beeinflusst - ist nicht klar zu beantworten.

Wechselseitige Beziehung

"Es gibt eine wechselseitige Beziehung zwischen starken Familien und starken Ökonomien", zitiert die "Washington Post" Bradford Wilcox, Studienautor und Soziologe an der University of Virginia. Laut dem Forscher-Team spielen vor allem junge verheiratete Männer mit einem niedrigen Bildungsgrad eine tragende Rolle. Der Gedanke verheiratet zu sein und Vater zu werden, motiviere sie, mehr zu arbeiten, mehr Gehalt zu verlangen und vernünftigere Entscheidungen zu treffen. Ihr Verantwortungsbewusstsein steigt also.

Zudem meinen die US-Forscher, dass der Beschäftigungsgrad bei verheirateten Vätern höher ausfällt als bei unverheirateten Männern. Wie Erfahrungswerte zeigen, arbeiten Väter nach der Geburt des Kindes tendenziell mehr, während viele Frauen dem Arbeitsmarkt eher fernbleiben. Die zusätzlichen Anstrengungen des Mannes machen dies aber wett.

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