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Leben retten mit Blutspende-App

27.06.2017 10:06 | Von: Pressetext

Die Blutspende-App "RedDrop" hilft bei Engpässen. Bereits 2'000 Spender haben sich registriert.


Die App "RedDrop" erleichtert das Finden einer kompatiblen Blutkonserve. Die Applikation nimmt laut Atif Nauman eine grosse Last von vielen Menschen, die auf eine Spende angewiesen sind und nun nicht mehr länger darauf warten müssen. Eine durchschnittliche Spende von 500 Milliliter Blut rettet bis zu drei Leben. Mittlerweile hat die Anwendung 2'000 registrierte Spender und bekommt ein bis zwei Anfragen pro Tag.

"Kein Bedarf in Europa"

"Die App ist kein Thema in Europa. Wir haben funktionierende Blutspendedienste und Gesundheitssysteme, welche sich dieser Sache professionell annehmen. Wenn Blut benötigt wird, ist es zumeist da beziehungsweise schnell verfügbar. Nur in absoluten Ausnahmefällen mit besonderen Blutgruppenmerkmalen kann es zu Engpässen kommen. Aber auch diese wären über eine App wie diese nicht zu verbessern", unterstreicht Jan Noack, Sprecher des Blutspendedienstes Haema, im Interview mit "pressetext".

RedDrop bietet eine einfache Bedienung. Spender registrieren sich mit der App und sind nach der Verifizierung automatisch in der Datenbank gelistet, was überall in Pakistan möglich ist. Menschen, die eine Spende benötigen, geben Details wie Blutgruppe, benötigte Menge und das späteste Erhaltungsdatum an. Die App sendet daraufhin Benachrichtigungen an kompatible und dadurch potenzielle Wohltäter. Je nach Bedarf kann der User seine Anfrage auch auf sozialen Medien teilen, um dadurch eine höhere Reichweite zu erlangen.

Challenge Datenschutz

Experten weisen hingegen auch auf den nötigen Datenschutz einer App wie dieser hin: "Sicherheit ist immer nur eine Momentaufnahme. Eine Datenbank, die heute sicher ist, lässt sich in zwei Jahren vielleicht binnen einer halben Stunde knacken", sagt Markenexperte Markus Hübner im Gespräch mit "pressetext". "Gefahr besteht bezüglich Datenschutz fast immer, da es bei jeder Anwendung Schlupflöcher geben kann und vor allem Menschen, die das System zu ihrem Vorteil ausnutzen", ergänzt Hübner abschliessend.

Artikelfoto: sabinurce (CC0 Public Domain) 

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