Spengler-Cup-Premiere für Noronen

06.12.2013 00:00 |

Er spielte einst in der AHL und in der KHL. Jetzt ersetzt er den  Verletzten Leonardo Genoni beim Gastgeber Davos. Mika Noronen über Davos, über Spengler Cup-Favoriten und seine  Zukunft.

Der ehemalige finnische Nationalspieler hat in seinem Sport einiges gesehen. Der 34-Jährige bestritt 71 NHL-Partien für die Buffalo Sabres und die Vancouver Canucks und spielte in der russischen KHL, bevor er in seine Heimat zurückkehrte. In der letzten Saison kam er bei Tappara Tampere aber nur zu vier Einsätzen.

Mika Noronen, was bedeutet das Engagement beim Hockey Club Davos für Sie?
Ich habe zuvor nie in der Schweiz gespielt. Es hat mich riesig gefreut eine  Chance zu erhalten und damit auch die Möglichkeit, einen Einblick in das  Schweizer Eishockey zu gewinnen. Zudem ist der Hockey Club Davos ein legendäres Team, was die ganze Affiche noch interessanter macht. Vor  meinem Engagement habe ich nur Gutes über das Schweizer Hockey  gehört. Dies scheint sich zu bewahrheiten.

Sie werden auch die Möglichkeit erhalten, beim Spengler Cup zu spielen. Ist dies das 'Sahnehäubchen' des Engagements?
Der Spengler Cup ist ein wirklich bekanntes Turnier, das ich bis anhin jedoch lediglich von den Fernsehübertragungen her kenne. Es ist natürlich äusserst interessant in diesem Jahr die Möglichkeit zu haben, selber Teil des Turniers zu sein. Ich hoffe wir spielen gut und haben gleichzeitig eine Menge Spass auf dem Eis.

Was ist Ihr erster Gedanke, wenn Sie an den Spengler Cup denken?
Der erste Gedanke bei mir dreht sich darum, wie dieses Turnier so bekannt und entsprechend populär wurde. Ausgezeichnete Teams aus den etablierten Ligen spielen Jahr für Jahr im Landwassertal. Aufgrund dessen, dass es ein spezielles Turnier ist, ist sicherlich auch die Stimmung etwas anders wie im normalen Meisterschaftsbetrieb. Ich freue mich auf die spezielle Atmosphäre im Stadion aber auch in der Stadt Davos selber.

Welches sind Ihre Ziele für das Turnier?
Als Gastgeber wollen wir gut spielen und die Trophäe nach Möglichkeit in Davos behalten.

Zwischen 1999 und 2006 spielten Sie für Buffalo Sabres in der NHL und dessen Farmteam Rochester Americans in der AHL. Jetzt gibt es ein Wiedersehen mit Rochester. Freuen Sie sich darauf?
Es ist lange her, dass ich für die 'Amerks' gespielt habe. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat sich alles verändert. Es könnte gut sein, dass ich niemanden mehr kenne. Eines ist aber gewiss: Ich habe gute  Erinnerungen an meine Zeit in Nordamerika.

Welches sind aus Ihrer Sicht die Unterschiede zwischen dem Eishockey in der AHL und in der Schweizer NLA?
Die Art und Weise, wie Hockey heute in der AHL gespielt wird, hat sich im Vergleich zu meiner Nordamerika-Zeit verändert. Der grösste Unterschied ist aber nach wie vor die kleinere Spielfläche in Nordamerika. Zudem wird das Spiel einfacher aufgezogen wie in der Schweiz.

Sie spielten zwischen 2006 und 2008 in Kazan und 2008 14 Spiele für den KHL-Club Torpedo Nischni Nowgorod. Spielten Sie auch gegen CSKA Moskau, der heuer Gegner am Spengler Cup sein wird?
In jenen Jahren haben wir mehrere Male gegen CSKA Moskau gespielt. Diese Organisation hatte immer ein konkurrenzfähiges Team.

Wie schätzen Sie CSKA Moskau ein?
Ich bin der Meinung, dass sich die Zuschauer auf die Spiele mit dem CSKA Moskau freuen können. Die Mannschaft verfügt über mehrere Topspieler wie zum Beispiel Alexei Morosow und Alexander Radulow. Sie können mit ihrer unnachahmlichen Art jederzeit magische Momente
auf dem Eisfeld kreieren.

Der CSKA wird wohl nicht leicht zu bezwingen sein?
Ja, speziell gegen CSKA Moskau und gegen das Team Canada wird es nicht einfach werden. Doch wir werden alles geben als Gastgeber erfolgreich zu sein.

Was denken Sie, können Sie persönlich vom Spengler Cup profitieren?
(Noronen lacht): Der grösste Nutzen wird wohl sein, dass nicht so viel Zeit wie normal bleibt, um über die Weihnachtstage all die delikaten Spezialitäten zu geniessen.

Wie sind Sie zufrieden mit Ihrer bisherigen Zeit in Davos und welches werden Ihre nächsten Ziele sein?
Ich habe jede Sekunde hier in der Schweiz – auch zusammen mit dem Team – genossen. Davos ist einmalig. Wenn ich wie gerade jetzt meine Blicke aus dem Fenster schweifen lasse, geniesse ich das Panorama, es ist zusammen mit dem Schnee strahlend und wunderschön. Die Berge sind so hoch, dass es gesünder ist, auch den Weg retour mit der Bergbahn zurück zu legen. Das nächste Ziel ist aber an einem schönen, sonnigen Tag auf einem der Bergspitzen eine heisse Schokolade zu geniessen. Sportlich gebe ich beim Hockey Club Davos jeden Tag mein Bestes. Ich werde am Ende meines Engagements sehen, wie und wohin die Reise weitergehen wird.

 

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