Waffenladen gibt Gläubigen Gewehre günstiger

15.10.2015 14:16 | Von: Pressetext

Fünf Prozent Rabatt für ehrliches Glaubensbekenntnis beim Shopping.


US-Waffenladen gibt Gläubigen Gewehre günstiger. - stevepb (CC0 Public Domain)

Der US-Waffen-Shop Frontier Firearms bietet all jenen Kunden fünf Prozent Rabatt an, die sich beim Kauf einer neuen Waffe offen und ehrlich zu einer Religion bekennen. Mit dieser skurrilen Marketing-Aktion hat Geschäftsführer Brant Williams weit über die Landesgrenzen hinweg für Aufmerksamkeit gesorgt - und sieht seinen eigenen Facebook-Werbe-Post als adäquate Reaktion der Lobby auf den jüngsten Amoklauf im Umpqua Community College in Oregon, bei dem Anfang Oktober zehn Menschen starben.

Amokläufe verhindern

"Sollten Christen angegriffen werden, müssen wir uns schützen", lässt sich Williams vom Lokalsender WVLT zitieren. Der Hintergrund dazu ist, dass der jüngste Attentäter Christopher Harper-Mercer einige seiner Opfer vor deren Hinrichtung nach ihrer Religion fragte. Auch wenn es hierzu unterschiedliche Angaben gibt, glaubt Williams fest an eine religiös motivierte Tat - wie auch Frontier-Firearms-Vizepräsident Eric Parish gegenüber "The Daily Beast" verriet.

Die allgemeine Waffenlobby in den Staaten kennt auf blutige Amokläufe bekanntlich nur eine Antwort - und zwar den Schutz vor Waffengewalt durch noch mehr Waffen. Kaum verwunderlich, dass sich auch der republikanische Vizegouverneur des US-Bundesstaates Tennessee, Ron Ramsey, für noch mehr Waffen in Privathaushalten starkmacht. Trotz vieler Kritik an der Werbemassnahme auf Facebook hat sich diese für Frontier Firearms mehr als ausgezahlt.

"Moslem-freie Zone"

Frontier Firearms ist jedoch nicht der einzige Einzelhändler, der mit fragwürdigen Aktionen Aufmerksamkeit erregt. So hatte Waffenhändler Andrew Hallinan aus Florida im September seinen Shop zur "Moslem-freien Zone" erklärt. Alle Kunden, die bei ihrem Einkauf den Coupon-Code "Moslem" sagten, erhielten ihr neues Schiessgerät um 25 Dollar günstiger. Gegen den Geschäftsmann wird inzwischen wegen "diskriminierender Geschäftspraktiken" ermittelt.

Jetzt Aktuell, Produkterückruf, Unwetter, Schweiz, Verkehr, Erdbeben, Wetter, Ausland, Wirtschaft, Technik