Wichtigster Faktor bei der Jobsuche bleibt...

18.02.2016 15:32 | Von: Pressetext

Rund jede dritte Stelle wird laut IAB über persönliche Kontakte besetzt.


Networking: Kontakte zahlen sich aus. - thinkpanama (CC BY-NC-2.0)

Fast ein Drittel (29 Prozent) aller Neueinstellungen in Deutschland kommen über persönliche Kontakte zustande. Stellenangebote in Zeitungen und Zeitschriften bringen Arbeitgeber und neue Mitarbeiter bei 14 Prozent der Neueinstellungen zusammen. Ebenfalls bei 14 Prozent der Neueinstellungen führen die Dienste der Bundesagentur für Arbeit einschliesslich ihrer Internetangebote zur Stellenbesetzung. Dies zeigt die IAB-Stellenerhebung, eine regelmässige Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Akademiker profitieren vom Web

Den IAB-Experten zufolge werden nur zwölf Prozent der Stellen über andere Internet-Jobbörsen als die der Bundesagentur für Arbeit besetzt, elf Prozent über Stellenangebote auf den eigenen Internetseiten der Arbeitgeber, zehn Prozent über Initiativbewerbungen oder Bewerberlisten. Andere Besetzungswege spielen dagegen eine vergleichsweise kleine Rolle. Das "Vitamin B" der Bewerber spielt auch weiter eine tragende Rolle, wenn es um Neueinstellungen geht.

In Bezug auf qualifizierte Akademiker ist einschränkend anzumerken, dass diese am häufigsten über Internet-Jobbörsen eingestellt werden. Bei ihnen stehen die persönlichen Kontakte erst an zweiter Stelle. Bei Personen mit mittlerer Qualifikation sind persönliche Kontakte und die klassischen Stellenangebote in Zeitungen und Zeitschriften die dominierenden Besetzungswege. Bei ungelernten Arbeitskräften folgen nach den persönlichen Kontakten die Dienste der Bundesagentur für Arbeit.

13'000 Arbeitgeber in Q4 im Blick

Im vierten Quartal 2015 gab es insgesamt 1,038 Mio. offene Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt, wie die IAB-Stellenerhebung deutlich macht. Das sind 58'000 mehr als vor einem Jahr und 158'000 mehr als im dritten Quartal 2015. 810'000 offene Stellen waren dabei in Westdeutschland zu vergeben. In Ostdeutschland suchten die Betriebe 228'000 neue Mitarbeiter. Das IAB untersucht viermal jährlich das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Im vierten Quartal 2015 wurden Antworten von 13'000 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche ausgewertet. 

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