Grosse Herausforderung für junge Frauen-Nati

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Symbolbild (Bildquelle: StrategicWebDesign_Net (CC0))

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft steht an der WM vom 4. – 14. April in Espoo vor einer grossen Herausforderung: Das im Zuge der Rücktritte nach den Olympischen Spielen in Pyeongchang stark verjüngte Team trifft auf die besten Nationen der Welt.

Das Schweizer Team, das jüngste aller Zeiten mit 10 Spielerinnen mit Jahrgang 1999 und jünger und acht WM-Rookies, steht in Espoo vor einer besonderen Herausforderung: Die Schweizerinnen, Nummer 5 der aktuellen Weltrangliste, sind in der erstmals mit 10 Teams ausgetragenen WM in der "oberen Gruppe" mit Weltmeister USA (8 WM-Titel), Herausforderer Kanada (10 WM-Titel), Finnland (12 x Bronze) und Russland (3 x Bronze) eingeteilt.

Nationaltrainerin Daniela Diaz sieht im Umbruch nach den Olympischen Spielen von Pyeongchang auch eine Chance für die Zukunft: "Die jungen Spielerinnen werden die Möglichkeit erhalten, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und von den Spielen gegen die besten Nationen sowie von der Erfahrung unserer Leader und Routiniers zu lernen und viel zu profitieren."

Dabei kommt dem Team der neue Modus entgegen: Als Mitglied der Top 5 sind die Schweizerinnen bereits für den Viertelfinal qualifiziert und können nicht absteigen. "Wir wollen den starken Gruppengegnern das Leben so schwer wie möglich machen und diese vier Spiele nutzen, um als Team noch enger zusammenzurücken und für das Viertelfinal bestens vorbereitet zu sein."

Fokus auf Viertelfinal

Captain Livia Altmann, die nach drei Jahren an der Colgate University in den USA in die Schweiz zurückkehren wird, glaubt an das junge Team: "Ich bin sehr zuversichtlich, wir sind ein junges Team mit viel Talent, die jungen Spielerinnen kennen unser Spielsystem, sie haben sich in den monatlichen Zusammenzügen daran gewöhnen können. Wir sind uns bewusst, dass wir gegen die besten Nationen spielen werden. Wir können an diesen Spielen nur wachsen."

Der Fokus liege auf dem Viertelfinal, sagt Altmann, für den die Schweiz dank ihrer Gruppeneinteilung bereits qualifiziert ist. Nur ein Sieg in diesem Spiel garantiert der Schweiz für das kommende Jahr einen Platz unter den besten 5. Ein Abstieg in Espoo ist nicht möglich, auch aus diesem Grund denkt Altmann, dass man ohne allzu grossen Druck in die ersten Spiele gehen könne.

Die Routiniers

Zu den Routiniers im Team gehören neben Verteidigerin Livia Altmann die 31-jährige Tessinerin Nicole Bullo (237 Länderspiele), die 27-jährige Evelina Raselli (173), die 26-jährige Jurassierin Sarah Forster (167) sowie die 26-jährige Sabrina Zollinger (151). Auch die beiden besten Stürmerinnen der letzten Jahre, Alina Müller (21, 100 Länderspiele) und Lara Stalder (25, 111), gehören bereits dem "Hunderter-Club" an, gleich wie Dominique Rüegg (23, 104) und die Liga-Topskorerin Phoebe Staenz (25, 116).

WM-Debut für mehrere Spielerinnen

Mit Torhüterin Saskia Maurer (17, 21 Länderspiele), den Verteidigerinnen Lara Christen (16, 22 LS), Sinja Leemann (17, 14 LS), Nicole Vallario (17, 18 LS) und Stefanie Wetli (19, 40 LS) sowie den Stürmerinnen Noemi Ryhner (19, 24 LS), Kaleigh Quennec (21, 25 LS) und Jessica Schlegel (18, 18 LS) stehen acht WM-Rookies im Team von Daniela Diaz.

Die Winterthurerin Stefanie Wetli spielt zwar ihre erste WM, sie war allerdings bereits an den Olympischen Spielen 2018 im Team. Auch die beiden Torhüterinnen, die bald 24-jährige Janine Alder und die bald 22-jährige Andrea Brändli, stehen als Nachfolgerinnen von Florence Schelling vor ihrem WM-Debut. Das Torhüter-Trio wird komplettiert von WM-Rookie Saskia Maurer.

Das Schweizer WM-Aufgebot

Torhüterinnen (3): Janine Alder (St. Cloud State University, USA), Andrea Brändli (Ohio State University, USA), Saskia Maurer (Bomo Thun/Dragon Thun).

Verteidigerinnen (8): Livia Altmann (Colgate University, USA), Nicole Bullo (Ladies Lugano), Lara Christen (ZSC Lions/ Langenthal), Sarah Forster (Brynäs IF, SWE), Sinja Leemann (Weinfelden Ladies/Rapperswil-Jona Lakers), Shannon Siegrist (Weinfelden Ladies), Nicole Vallario (Ladies Lugano), Stefanie Wetli (Weinfelden Ladies/Winterthur).

Stürmerinnen (12): Rahel Enzler (Reinach), Alina Müller (Northeastern University, USA), Kaleigh Quennec (University of Montreal, CAN), Evelina Raselli (Reinach), Lisa Rüedi (ZSC Lions/GCK Lions), Dominique Rüegg (ZSC Lions), Noemi Ryhner (Reinach), Jessica Schlegel (ZSC Lions/Pikes Oberthurgau), Phoebe Staenz (Ladies Lugano), Lara Stalder (Linköping HC, SWE), Isabel Waidacher (Djurgardens IF, SWE), Sabrina Zollinger (HV71, SWE).

Der WM-Spielplan

Donnerstag, 4. April 2019, 15 Uhr: Schweiz – Kanada.

Freitag, 5. April, 18.30 Uhr: Russland – Schweiz.

Sonntag, 7. April, 18.30 Uhr: Schweiz – USA.

Montag, 8. April, 15 Uhr: Finnland – Schweiz.

Donnerstag, 11. April: Viertelfinals

Samstag, 13. April: Halbfinals

Sonntag, 14. April: Final